Friedrich VI., 1768?1839 König von Dänemark (1808?39) und Norwegen (1808?14), Sohn und Nachfolger Christians VII. Nachdem die Hofpartei Struensee hingerichtet, Friedrichs Mutter Caroline Matilda vertrieben und dem dementen Christen (1772) ihren Willen aufgezwungen hatte, wuchs Friedrich unter der Vormundschaft der Königinwitwe auf. 1784 etablierte er sich durch einen friedlichen Putsch als Regent. Er machte Andreas Peter Bernstorff zum Minister, und liberale Reformen wurden eingeleitet. Bis auf einen kurzen Krieg mit Schweden (1788) herrschte in einem wohlhabenden Dänemark bis zum Ende des Jahrhunderts Frieden. Dänemark klammerte sich an seine Neutralität in den Französischen Revolutionskriegen, aber seine Opposition gegen die britische Entscheidung über die neutrale Schifffahrt führte zu einem englischen Angriff auf die dänische Flotte (siehe Kopenhagen, Schlacht von, 1801). 1807 griff England erneut das neutrale Dänemark an und bombardierte Kopenhagen. Friedrich verbündete sich daraufhin mit Napoleon I. und wurde auf dem Wiener Kongress bestraft (1814?15) durch den Verlust Norwegens an Schweden. Als Entschädigung erhielt er die Insel Rügen und Schwedenpommern, die er mit Preußen gegen das Herzogtum Lauenburg eintauschte. Friedrich hatte kein männliches Problem; sein Cousin Christian VIII.

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