Abnehmen ist eine wirksame Behandlung für obstruktive Schlafapnoe (OSA), und jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Verbesserungen der Schlafapnoe-Symptome mit der Verringerung von Fett in der Zunge verbunden zu sein scheinen.

Unter Verwendung der Magnetresonanztomographie (MRT) zur Messung der Wirkung des Gewichtsverlusts auf die oberen Atemwege bei adipösen Patienten ergab die im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlichte Studie, dass die Verringerung des Zungenfetts ein Hauptfaktor für die Verringerung der Schwere der OSA ist.

“Die meisten Kliniker und sogar Experten in der Welt der Schlafapnoe haben sich normalerweise nicht auf Fett in der Zunge zur Behandlung von Schlafapnoe konzentriert”, sagte der Studienforscher Richard Schwab von der University of Pennsylvania in den USA.

“Jetzt, da wir wissen, dass Zungenfett ein Risikofaktor ist und sich die Schlafapnoe verbessert, wenn Zungenfett reduziert wird, haben wir ein einzigartiges therapeutisches Ziel etabliert, das wir noch nie zuvor hatten”, fügte Schwab hinzu.

Eine von Schwab geleitete Studie aus dem Jahr 2014 verglich fettleibige Patienten mit und ohne Schlafapnoe und stellte fest, dass die Teilnehmer mit der Erkrankung im Vergleich zu denen ohne Schlafapnoe signifikant größere Zungen und einen höheren Prozentsatz an Zungenfett aufwiesen.

Der nächste Schritt der Forscher bestand darin, festzustellen, ob die Reduzierung des Zungenfetts die Symptome verbessern würde, und Ursache und Wirkung weiter zu untersuchen.

Die neue Studie umfasste 67 Teilnehmer mit leichter bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe, die übergewichtig waren – diejenigen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30.

Durch Diät oder Gewichtsverlust Chirurgie verloren die Patienten fast 10 Prozent ihres Körpergewichts im Durchschnitt über sechs Monate.

Insgesamt verbesserten sich die Schlafapnoe-Werte der Teilnehmer nach der Gewichtsabnahme-Intervention um 31 Prozent, gemessen durch eine Schlafstudie.

Vor und nach der Gewichtsverlustintervention wurden die Studienteilnehmer MRT-Scans sowohl ihres Pharynx als auch ihres Bauches unterzogen.

Anschließend quantifizierte das Forschungsteam anhand einer statistischen Analyse die Veränderungen zwischen dem Gesamtgewichtsverlust und der Verringerung des Volumens der oberen Atemwegsstrukturen, um festzustellen, welche Strukturen zur Verbesserung der Schlafapnoe führten.

Das Team fand heraus, dass eine Verringerung des Zungenfettvolumens der primäre Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und Verbesserung der Schlafapnoe war.

Die Studie ergab auch, dass der Gewichtsverlust zu einem verringerten Volumen des Pterygoids (ein Kiefermuskel, der das Kauen steuert) und der Pharynx-Seitenwand (Muskeln an den Seiten der Atemwege) führte.

Beide Veränderungen verbesserten auch die Schlafapnoe, jedoch nicht in gleichem Maße wie die Verringerung des Zungenfetts.

Die Autoren glauben, dass Zungenfett ein potenzielles neues therapeutisches Ziel zur Verbesserung der Schlafapnoe ist.

(Diese Geschichte wurde aus einem Wire Agency-Feed ohne Änderungen am Text veröffentlicht. Lediglich die Überschrift wurde geändert.)

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