Hintergrund: Die Messung des pH-Werts der Pleuraflüssigkeit (PF) ist wichtig, um eine Diagnose zu stellen und das klinische Management zu leiten. Die derzeitige Standardpraxis besteht darin, PF-Proben für die pH-Messung in heparinisierten Spritzen bei Raumtemperatur zu sammeln und diese Proben sofort zu verarbeiten.

Zielsetzung: Der Zweck dieser Studie ist es, die Wirkung des Sammelns von PF in heparinisierten zu untersuchen versus nicht heparinisierte Spritzen bei Raumtemperatur auf PF pH-Messungen bei Verarbeitung in verschiedenen Zeitintervallen.

Methoden: Von 50 aufeinanderfolgenden Thorazentesen wurde 1 ml PF anaerob in jeweils sechs 3-ml-Spritzen gesammelt. Nur drei Spritzen wurden mit Heparin beschichtet. Die Proben wurden für PF-pH-Messungen zum Zeitpunkt 0 (T(0)) und 1 h (T (1)) und 2 h (T (2)) nach der Entnahme verarbeitet. Alle Proben wurden bei Raumtemperatur konserviert, bis die Messungen in Duplikaten von einem kalibrierten Blutgasanalysator durchgeführt wurden.

Ergebnisse: PF pH-Werte waren mit heparinisierten versus nicht-heparinisierten Spritzen in allen Zeitintervallen signifikant niedriger (T(0): pH heparinisiert = 7.378 +/- 0.107 vs. pH nicht heparinisiert = 7.390 +/- 0.108 ; T(1): pH heparinisiert = 7.378 +/- 0.115 vs. pH nicht heparinisiert = 7.389 +/- 0.111 ; T(2): pH heparinisiert = 7.367 +/- 0.105 vs. pH nicht heparinisiert = 7.389 +/- 0.121). In den heparinisierten Spritzen gab es eine signifikante Abnahme der PF-pH-Werte bei T (2) gegenüber T (0) und T (1). Es gab keine signifikanten Veränderungen der PF-pH-Werte im Laufe der Zeit in den nicht heparinisierten Spritzen.

Schlussfolgerungen: Für serielle PF-pH-Messungen sollte konsequent derselbe Spritzentyp (entweder heparinisiert oder nicht heparinisiert) verwendet werden. Bei heparinisierten Spritzen sollte die Verarbeitung von PF-pH-Messungen innerhalb von 1 h nach der Entnahme durchgeführt werden.

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